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Ratgeber

Einstieg bei NGOs: Freiwilligendienst, Praktikum, Quereinstieg

Realistische Wege in gemeinnützige Arbeit und wie du dich überzeugend bewirbst.

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Freiwilligendienste

Ein Freiwilligendienst ist ein häufiger Einstieg und bringt Erfahrung in der Organisation. Den Bundesfreiwilligendienst kann leisten, wer die Vollzeitschulpflicht erfüllt hat, eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht. Er dauert in der Regel zwölf Monate, mindestens sechs und höchstens 18 Monate. Das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr stehen Menschen offen, die das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Praktikum und Ehrenamt

Viele Organisationen bieten Praktika in Kommunikation, Fundraising oder Projekten an. Kläre vor Beginn, ob es sich um ein Pflichtpraktikum handelt und wie lange es dauert, denn davon hängt der Anspruch auf Mindestlohn ab. Ehrenamtliches Engagement zählt bei Bewerbungen ebenfalls: Beschreibe konkret, was du getan und erreicht hast.

Quereinstieg mit Fachberuf

Gemeinnützige Organisationen brauchen auch Buchhaltung, IT, Personal, Pflege und Handwerk. Wer aus einem dieser Berufe kommt, kann ohne Umweg einsteigen. Wichtig ist, dass du zeigst, warum dich das Anliegen der Organisation interessiert.

Befristung und Förderlaufzeit

Viele Stellen in gemeinnützigen Organisationen sind befristet, weil sie aus Projektmitteln finanziert werden. Frag, bis wann die Förderung gesichert ist und ob es Anschlussprojekte gibt. Eine befristete Stelle kann trotzdem ein guter Einstieg sein, weil sie dir Erfahrung und Kontakte in der Branche bringt. Achte darauf, dass du im Lebenslauf klar beschreibst, welche Ergebnisse du in früheren Projekten erreicht hast.

Netzwerk und Veranstaltungen

Viele Stellen in gemeinnützigen Organisationen werden über Netzwerke bekannt. Fachtagungen, Engagementbörsen und Veranstaltungen von Verbänden sind gute Orte, um Menschen aus der Praxis kennenzulernen. Frag dort nach Einstiegswegen und Erfahrungen.

Was in die Bewerbung gehört

  • Ein kurzer Bezug zum Auftrag der Organisation, ohne Pathos
  • Belege für Erfahrung mit Projekten, Berichten oder Fördergeldern, wenn die Stelle das verlangt
  • Sprachkenntnisse mit realistischer Einstufung
  • Bei Stellen mit Kindern oder Schutzbefohlenen: Bereitschaft zu einem erweiterten Führungszeugnis

Bei Fundraising-Stellen über Agenturen lohnt ein Blick auf das Unternehmen hinter der Anzeige. Frag, für welche Organisationen es arbeitet und wie die Einsätze organisiert sind.

Zum Schluss

Bleib bei der Wahl deiner ersten Stelle realistisch. Ein Einstieg in Verwaltung oder Fundraising kann später den Weg in Projekte öffnen, wenn du intern Kontakte knüpfst.

Auch eine Stelle in einem anderen Bereich der Organisation kann ein Sprungbrett sein.

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